Die meisten von uns beginnen ihren Tag mit ihm, viele können ohne gar nicht leben und manch einer macht gar seine Leistungsfähigkeit vom braunen Gold abhängig. Die Rede ist natürlich von des Deutschen liebstes Getränk: Kaffee. Doch obwohl der koffeinhaltige Energiespender eine Selbstverständlichkeit in den meisten Haushalten ist, wissen die meisten nicht viel über das Heißgetränk. Hier wollen wir Abhilfe schaffen.
Bereits vor vielen Jahrhunderten nahm die lange Tradition des Kaffeetrinkens ihren Ursprung. Auf Grund zahlreicher Legend, die sich über die Ursprünge des Kaffeetrinkens ranken, wirft die wahre Entdeckung der Kaffeepflanze einige Fragen auf.
Die Entdeckung des Kaffees – eine Legende
Eine dieser Legenden besagt, dass Ziegen für die Entdeckung des Kaffees verantwortlich sind. Mönche stellten fest, dass ihre Viehherde unbekannte Beeren gefressen hatte und dadurch besonders lebhaft und ungewöhnlich lange wach blieb. Aus Neugierde probierten sie die Beeren, warfen sie jedoch wegen dem bitteren Geschmack ins Feuer. Daraufhin entfaltete sich ein köstlicher Duft. Nachdem die Mönche das Feuer gelöscht hatten, brauten sie aus den mittlerweile gerösteten Bohnen ein schwarzes Getränk, was ihnen von nun an half beim Nachtgebet wach zu bleiben.
Fast genauso undurchsichtig wie die Entdeckung des Kaffees ist der Ursprung des Wortes „Kaffee“. Ein Großteil glaubt, dass die Urheimat, die Region Kaffa, dem Trunk ihren Namen gab. Andere halten es für möglich, dass der Ausdruck von dem altarabischen Wort „qahwah“, welches Wein bedeutet, abstammt, da Kaffee oftmals als „Wein des Islam“ bezeichnet wurde.
Erst mit Hilfe schriftlicher Quellen, verfasst im 15. und 16. Jahrhundert, lässt sich die Geschichte des Kaffees wirklich verfolgen. So gelangte der Kaffee im 16. Jahrhundert über Arabien und Mekka nach Konstantinopel, wo 1554 das erste Kaffeehaus gegründet wurde. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts baute sich langsam ein lebhafter Kaffeehandel auf, nachdem zunächst nur Proben des Getränks durch Kaufleute und Reisende nach Europa gelangten.
Der Durchbruch in Europa
Die ersten Kaffeehäuser im Abendland entstanden in den Hafenstädten Venedig, Oxford, London, Paris, Bremen und Wien. Vor allem das Wiener Kaffeehaus war ein Ort der Kultur, in dem sich zahlreiche Vertreter aus Literatur und Kunst auf eine Tasse Kaffee trafen. Kaffeehäuser und die damit verbundene Lebensweise machten das Getränk zu einem wahren Genussmittel und trugen zur weltweiten Verdichtung des Kaffeehandels bei. Aber auch Hersteller von Kaffeegeschirr, Mühlen und Aufgusszubehör trieben den Kaffeehandel weiter voran, sodass Kaffee schon bald zum Volksgetränk wurde. Dank der zunehmenden Verbreitung sanken die Kaffeepreise rasch, weshalb das köstliche Getränk bald nicht mehr nur die oberen Gesellschaftsschichten genießen konnten.
Heute, Jahrhunderte nach seiner Entdeckung, ist Kaffee aus dem Leben seiner Genießer nicht mehr wegzudenken. Ob als Muntermacher am frühen Morgen oder als bloßes Genussmittel, Kaffee ist längst kein einfaches Getränk mehr. Durch die anregende Wirkung und das unverwechselbare Aroma verschafft man sich, selbst im schnelllebigen Alltag, mit einer Tasse Kaffe kurze Ruhepausen. Mit einer jährlichen Produktionsrate von ca. 120 Mio. Sack, zählt Kaffee zum zweit wichtigsten Handelsgut nach Erdöl und ist nach Wasser das meist getrunkene Getränk überhaupt. Trotz der langen Tradition des Kaffeetrinkens spiegelt eine Tasse des schwarzen Getränks auch heute noch den Lebensstil der jungen Welt wider.
